Rohstoffabbau und Naturschutz – für viele klingt das nach einem Widerspruch.
Doch in unseren Sand- und Steinwerken zeigt sich: Genau hier kann neue Natur entstehen.
Wo Rohstoffe gewonnen werden, verändert sich die Landschaft. Lebensräume gehen zunächst verloren. Doch hinter den Baggern beginnt oft etwas, das man auf den ersten Blick nicht erkennt: Natur kehrt zurück – meistens vielfältiger als zuvor.
Für eine Zukunft, die auch wir erleben wollen, investieren wir seit Jahren in unsere Sand- und Steinwerke – nicht nur, um Rohstoffe zu gewinnen, sondern auch, um durch gezielte Rekultivierung neue Lebensräume zu schaffen. Auf ehemaligen Abbauflächen entstehen grüne Rückzugsorte für Tiere: echte „Paradiese aus zweiter Hand“, wie Naturschützer solche Gebiete seit den 1980er-Jahren nennen.
Warum gerade hier neue Natur entsteht
Offene, nährstoffarme Flächen sind in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft selten geworden. Für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten sind sie jedoch überlebenswichtig.

Genau solche Bedingungen entstehen auf ehemaligen Abbauflächen. Was andernorts verschwindet, entwickelt sich hier neu: Industriebrachen verwandeln sich in wertvolle Lebensräume, die in der heutigen Landschaft kaum noch zu finden sind.
Rekultivierung: Neue Lebensräume für Amphibien und Reptilien
Unsere Projekte zeigen, wie praktische Naturschutzarbeit aussehen kann:
Amphibien: In unseren Werken entstehen kleine Teiche, Pfützen und flache Gewässer – ideale Lebensräume für Frösche, Kröten und Molche. Hier finden sie geschützte Laichplätze und ausreichend Wasser für ihre Entwicklung.
Reptilien: Naturnahe Böschungen, sonnige Sandflächen und spezielle Wassersteine bieten ideale Bedingungen für Eidechsen und Schlangen. Im Sandwerk Laub haben wir auf einer 80 Meter langen Böschung ein System aus Wassersteinen installiert, das natürliche Flussstrukturen nachbildet – ein kleines Paradies für wärmeliebende Reptilien.
Schutz für Tiere: Damit Tiere während des laufenden Betriebs geschützt bleiben, wurde im Sandwerk Polsingen ein 950 Meter langer Reptilien- und Amphibienschutzzaun installiert. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit dem biologischen Büro Brunner.

Wanderbiotope voller Leben
Unsere Sand- und Steinwerke sind keine starren Flächen – sie sind lebendige Wanderbiotope. Jeden Tag entstehen neue Areale, die Pflanzen und Tieren Raum zur Entwicklung geben.
So bilden sich sogenannte Wanderbiotope: flexible Lebensräume, die Arten dabei helfen können, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Gerade im Zuge des Klimawandels wird diese ökologische Durchlässigkeit immer wichtiger.
Wer genau hinschaut, kann die Rückkehr der Natur beobachten: Vögel nisten in den Böschungen, Libellen schwirren über die Wasserflächen, seltene Pflanzen siedeln sich an. Aus einer industriell genutzten Fläche wird Schritt für Schritt ein lebendiges Ökosystem – mitten in der Kulturlandschaft.
Fazit: Aus Abbauflächen werden Naturoasen
Unsere Sand- und Steinwerke zeigen: Rohstoffabbau und Naturschutz schließen sich nicht aus. Durch gezielte Rekultivierung entstehen neue Lebensräume, die Artenvielfalt fördern, seltenen Tieren Schutz bieten und die Landschaft nachhaltig bereichern.
Ehemalige Abbauflächen werden so zu echten „Paradiesen aus zweiter Hand“.
Damit übernehmen wir Verantwortung – und zeigen, dass Industrie und Ökologie durchaus Hand in Hand gehen können.